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  • Tobias Frank

ESG-Strategie und Positionierung in der Immobilienbranche

Aktualisiert: März 23

ESG und Nachhaltigkeit sind Mega-Themen in der Immobilienwirtschaft, insbesondere bei Gewerbeimmobilien. Getrieben von Regulierungen auf internationaler Ebene (EU, UN) steht der Finanzmarkt unter Handlungsdruck. Da Gewerbeimmobilien eine beliebte Anlage für Immobilienfonds und institutionelle Investoren darstellen, ist die Immobilienwirtschaft gefordert, ihr Produkt „Immobilie“ an ESG-Anforderungen anzupassen.


Eine zweite Ebene ist die Lokalpolitik: Einige Kommunen entwickeln Konzepte, die von Neubauten in ihrem Einflussbereich die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards fordern. Auch hier stehen die Projektentwickler unter Handlungsdruck, ihre Immobilien entsprechend zu konzipieren.

pv anlage gewerbeimmobilie

Viele Immobilienunternehmen stehen vor der Herausforderung, ESG-Kriterien für ihre Immobilienprojekte entwickeln zu müssen. Ein paar Standards scheinen sich dabei herauszukristallisieren: Zertifikate wie DGNB oder das LEED-Zertifikat sind bei Gewerbeimmobilien weit verbreitet. Moderne Lösungen der Energieversorgung wie Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach oder Geothermie auf dem eigenen Grundstück sind zunehmend im Einsatz. Darüber hinaus gibt es innovative Projektentwicklungen, zum Beispiel Holzbauweise bei Unternehmensimmobilien, die Nachhaltigkeitsaspekte in der Bauweise stärken. Gemeinsam haben all diese Ansätze: Sie zahlen primär auf das „E“ in ESG ein, also auf Environment, Umweltschutz.


Das „S“ für Social und das „G“ für Governance nicht vergessen

Recht neu sind Immobilienfonds, die in Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum investieren. Hierbei ist die Stabilität der Rendite wesentliches Kriterium der Investition, nicht die Maximierung der Einnahmen. Ein anderes Beispiel: Für Bestandshalter und Vermieter kann das „S“ bedeuten, sich bewusst mieterfreundlich zu verhalten, also zum Beispiel die Mieterkommunikation zu modernisieren. Darüber hinaus geht es um das Verhalten im eigenen Unternehmen: Der Umgang mit den Mitarbeitern, Vergütungsstrukturen, Engagement des Immobilienunternehmens in der Gesellschaft. All das zahlt auf das „S“ für „Social“ in ESG ein.


Das „G“ in ESG bedeutet für Immobilienentwickler – ebenso wie für andere Unternehmen – einen Blick auf das eigene Innenleben. Governance beinhaltet die Aufgabe, das Thema Nachhaltigkeit in der eigenen Unternehmung zu verankern und festzulegen, wie es gemanagt wird. Darunter fallen Themen wie Stakeholdermanagement, Compliance, Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie und eines strategischen Nachhaltigkeitsmanagement, nichtfinanzielles Risikomanagement und andere Themenkomplexe.


ESG- und PR-Strategie aus einem Guss

Gemeinsam mit der unabhängigen ESG-Expertin Viola Raddatz bietet PR Consulting Frank Beratung, Workshops und die Entwicklung der ESG-Positionierungsstrategie für Immobilienunternehmen an. Denn ein wesentliches Element ist die Verzahnung der ESG- mit der PR-Strategie. So, wie die alte Immobilienweisheit von den Kriterien „Lage, Lage, Lage“ gültig bleibt, gilt beim Thema ESG die bewährte PR-Regel: „Tue Gutes und rede darüber.“


Foto: Solarimo/Pixaby


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